B196 führt vermehrt zu Unfällen

 

Kleiner Motorradführerschein für Autofahrende führt zu mehr Unfällen

Verkehrswacht fordert Rücknahme von Regelungen zum Einschluss der Fahrerlaubnisklasse A1 in die Fahrerlaubnisklasse B

Aufgrund der deutlich gestiegenen Unfallzahlen bei Leichtkrafträdern fordert die Deutsche Verkehrswacht (DVW) die geltenden Regelungen für den vereinfachten Erhalt einer Fahrerlaubnis für diese Fahrzeugklasse wieder zurückzunehmen. Seit 2020 können Inhaber eines Autoführerscheins der Klasse B mit wenigen fahrpraktischen Stunden und ohne Prüfung eine Erweiterung für Motorräder der Klasse A1 bis 125 Kubikzentimetern Hubraum bekommen. Dokumentiert wird dies mit der Schlüsselzahl 196 im Führerschein.

Die DVW-Präsidentin Kirsten Lühmann sieht angesichts der ernsten Entwicklung dringenden Handlungsbedarf: „Nach Einführung der neuen Führerscheinregelung haben sich die Unfallzahlen mit Leichtkrafträdern um 59 Prozent erhöht – nachdem sich die Bilanz in den Jahren zuvor positiv entwickelt hatte. Dadurch wird unmissverständlich klar, dass dieses Projekt im Sinne der Verkehrssicherheit gescheitert ist. Die Klasse B196 in der jetzigen Form muss abgeschafft werden.“

Unfallzahlen sprechen deutliche Sprache

Die Befürchtungen der DVW zu dieser Änderung haben sich leider bewahrheitet: Ein entsprechender Bericht der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) bestätigt die negative Entwicklung. Demnach sind in den Jahren 2015 bis 2019 die Unfallzahlen unter Beteiligung von Leichtkrafträdern in der betreffenden Personengruppe um etwa ein Drittel zurückgegangen. Nach Einführung der Klasse B196 verschlechterte sich die Bilanz deutlich. Im Vergleich von 2019 zu 2022 stiegen die Zahlen um 59 Prozent an.
Auch bei den bundesweit getöteten und schwerverletzten Leichtkraftradfahrern ist diese Entwicklung abzulesen. Während sich die Zahl von 2015 bis 2019 um 37 Prozent verringerte, stieg sie im Zeitraum von 2019 bis 2022 um denselben Wert an. Die Fahrer waren zudem auch deutlich häufiger Hauptverursacher des Unfalls.

Leichterer Zugang zu einer Hochrisikogruppe

Voraussetzung für die Klasse B196 ist ein Mindestalter von 25 Jahren und fünf Jahre Besitz des Pkw-Führerscheins. Für die Berechtigung muss lediglich eine Schulung mit neun Unterrichtseinheiten à 90 Minuten aus Theorie und Praxis absolviert werden. Eine unabhängige Prüfung gibt es nicht. Die DVW hatte schon zum Verordnungsentwurf unter anderem angemerkt, dass dies in keinem sinnvollen Verhältnis zum hohen Risiko auf Krafträdern steht. Motorräder haben eine mehr als zwanzigmal höhere fahrleistungsbezogene Unfallwahrscheinlichkeit als Pkw. Zudem sind die Fahrer relativ ungeschützt mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs, woraus schwerere Unfallfolgen resultieren.

Kirsten Lühmann: „Motorradfahrende sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Für ihre aktive Sicherheit ist eine intensive und hochwertige Fahrausbildung unbedingt erforderlich. Das erreichen wir nicht mit einem Wochenendkurs.“

BDA Redaktion:

Generell ist es nicht der kleine Motorradführerschein welcher zu diesesn häufigen Unfällen führt. Wenn die B196 Ausbildung in der Fahrschule ernst genommen und entsprechend der Klasse A1 Ausbildung geltenden Regeln stattfindet, sind die Führer der 125 ccm Klasse gut ausgebildet. Allerdings können wir innerhalb der Fahrschulbranche ganz unterschiedliche Herangehensweisen beobachten. Gefordert werden vom Gesetzgeber mindestens 10 x 45 Minuten praktische Ausbildung. Wird vom Fahrlehrer erkannt das dies beim einzelnen noch nicht ausreichend ist kann die Ausstellung der Bescheinigung ja auch verweigert werden. Werden dann weitere Fahrstunden gemacht um die allgemeine Verkehssicherheit sowie des Fahrzeugführers  zu gewährleisten werden die Unfallzahlen zurückgehen. Anstatt die Erweiterung abzuschaffen müsste die Anzahl der zu leistenden praktischen Fahrstunden, z.B. auf mindestens 15 erhöht werden.
Darüber hinaus darf es keine Gefälligkeits Bescheinigungen geben, ein weiterer Grund warum manche definitiv nicht sicher in der 125 ccm Klasse unterwegs sind.
Persönlich wurde mir schon folgendes Angebot unterbreitet: ; „Hey, ich hab da so 15 – 20 Interessenten für die Bescheinigung. Zahlen auch nen Tausender, wollen aber nicht fahren und den ( 4 Doppelstunden) Klasse A Theorieunterricht besuchen..“ Wurde meinerseits natürlich abgelehnt. Woanders halt nicht… und schon sind es genau diejenigen welche diese Unfälle verursachen. 
Bei uns wird diese Ausbildung sehr ernst genommen. Da die 125 ccm Klasse gerade auf der Autobahn im Gefahrenbereich der LKW’s mitschwimmt bilden wir dort auch aus. Obwohl es leider nicht gefordert wird. Ebenso werden die Grundfahrübungen ausreichend geübt… und Kurven, Kurven, Kurven.

Mögliche Maßnahmen Gesetzgeber:

  • Die Mindeststunden auf 15 – 18 Stunden erhöhen
  • Ausbildung auf der Autobahn 2×45 Minuten
  • generelle Pflicht der kompletten Schutzausrüstung

wären zum Beispiel meine Vorschläge
B.Eckert, Instructor & Moderator Zweiradsicherheit, Fahrlehrer Klasse A

Wenigstens sind sie nicht mehr gefahren

„Wenigstens sind sie nicht mehr gefahren“


So humorvoll macht Scholz & Friends auf die Gefahren von Alkohol am Steuer aufmerksam

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV), der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und seine Leadagentur Scholz & Friends machen passend vor Silvester mit humorvollen Motiven auf die Gefahren von Alkohol am Steuer aufmerksam.

Zum Jahreswechsel bündeln die Werbeagentur Scholz & Friends sowie der Fachverband Außenwerbung erstmals gemeinsam ihre Kräfte, um ein sichtbares Zeichen gegen Alkohol am Steuer zu setzen. Im Rahmen der Initiative #mehrAchtung werden die neuen Motive der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ am 30. und 31. Dezember flächendeckend auf nahezu allen digitalen Werbeflächen in Berlin ausgespielt.

Unter der Headline „Wenigstens ist er nicht mehr gefahren“ greifen die Motive typische Situationen auf, in denen Menschen alkoholisiert auf absurde, schräge oder grenzwertig lustige Ideen kommen. Der Humor dient dabei nicht der Verharmlosung, sondern als bewusster Perspektivwechsel: Egal wie dumm die abgebildete Situation an sich auch scheint – die entscheidende, lebensrettende Entscheidung war, nicht mehr selbst zu fahren.

Dies ist auch ein immer wiederkehrendes  Thema in den theoretischen Lektionen des Grundstoffes für die Führerscheinausbildung zu allen Klassen. Meiner Meinung nach sollte eigentlich schon lannge die 0,0 Promile Grenze gelten. Generell, nicht nur für Fahranfänger in der Probezeit und bis zur Vollendung des 21ten Lebensjahrs. B.Eckert, Fahrschulihaber & Instructor für  Zweiradsicherheit

Die Kampagne ist Teil der Initiative #mehrAchtung des Bundesministeriums für Verkehr und des Deutschen Verkehrssicherheitsrat. Sie adressiert Verkehrsteilnehmende auf Augenhöhe und setzt gezielt auf Alltagsnähe statt Abschreckung.

Nicht nur zu Silvester ist Alkohol am Steuer ein zentrales Risiko: Laut Statistiken der Verkehrsunfallforschung kommt es rund um den Jahreswechsel überdurchschnittlich häufig zu alkoholbedingten Verkehrsunfällen – oft mit schweren oder tödlichen Folgen. (Quelle: https://service.destat…lkalender/)

Die Kampagne greift diese Realität auf und übersetzt sie in eine moderne, zugängliche Bildsprache.

Marielle Wilsdorf, Partnerin und Kreativgeschäftsführerin bei Scholz & Friends, sagt: „Was mir an der Idee gefällt: Man fühlt sich ertappt. Vermutlich jede und jeder war schon einmal in einer Situation, in der man alkoholisiert dummes Zeug gemacht hat. Das ist menschlich – solange man sich eben nicht mehr hinters Steuer setzt. Dass ein Bundesministerium diesen lebensnahen, humorvollen Zugang wagt, ist mutig. Die Motive kommen direkt aus der Lebensrealität der Zielgruppe und wirken gerade deshalb.“

Auch die Mediapartner betonen die besondere Zusammenarbeit: „Auf den digitalen Stadtinformationsanlagen im öffentlichen Raum entfaltet diese wichtige Botschaft ihre volle Wirkung. Dort, wo sich Menschen bewegen, werden sie informiert und unmittelbar zum Nachdenken angeregt. Wir hoffen, dass das Medium so dazu beitragen kann, unsere Gesellschaft sicherer zu machen.“, so Kai-Marcus Thäsler, Hauptgeschäftsführer des Fachverbands Aussenwerbung.

Die Motive werden parallel auch auf den Social-Media-Kanälen der Partnerallianz für #mehrAchtung ausgespielt.

Flankierend richtet sich das Bundesministerium für Verkehr dort mit einem direkten Community-Appell an die Öffentlichkeit: „Wenn Alkohol im Spiel ist, bleiben Auto, E-Scooter, Rad und Roller stehen. Guten Rutsch und sichere Heimfahrt! Danke, dass ihr auch im Silvester-Trubel #mehrAchtung zeigt.”

Die Aktion ist Teil der langfristig angelegten Verkehrs-sicherheitsarbeit von „Runter vom Gas“, die seit 2008 von Scholz & Friends entwickelt und umgesetzt wird. Sie unterstützt die Vision Zero der Bundesregierung und richtet sich an rund 70 Millionen Verkehrsteilnehmende in Deutschland.

Über die Scholz & Friends Family

Die Scholz & Friends Family gehört zu den führenden Agenturgruppen im deutschsprachigen Raum. Sie steht für orchestrierte Marketing- und Kommunikationslösungen auf Basis strategischer Kompetenz und kreativer Exzellenz. Die Agenturen der Scholz & Friends Family verbinden datenbasierte Insights, Kreativität und Technologie, um differenzierende Markenerlebnisse und Nutzererfahrungen zu entwickeln. Aufgestellt als Gruppe von Spezialagenturen bietet die Scholz & Friends Family das gesamte Spektrum moderner Kommunikationslösungen. Die Scholz & Friends Family hat Standorte in Berlin, Brüssel, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Wien und Zürich.  s-f.com | linkedin | instagram

Aktueller Theorie Unterrichtsblock startet demnächst

Theorie Grundstoff Januar 2026 startet am 12.01.2026

Der 14 tägige Theorie Block (Grundstoff B/BE/B197/A) Januar 2026 startet demnächst. Am 12.01.26 geht es in die nächste theoretische Ausbildungsrunde.  Also schnell noch anmelden für die Führerscheinausbildung und sofort in die Theorie einsteigen. Innerhalb von 14 Tagen kannst Du so Deinen Theorieteil absolvieren. Dann kannst Du Dich mit der Fahren Lernen Max App auf die Theorieprüfung vorbereiten. Sobald Dein Antrag uns als Prüfautrag vorliegt können wir Dir eine Theorieprüfung buchen.

Nach bestandener Theorieprüfung geht’s an den praktischen Teil der Ausbildung.

Theorie Motorradausbildung

Die KLA spezifischen Lektionen finden ein mal pro Monat (an zwei Samstagen) statt…

 

 

 

 

 

BDA Theorieplan Januar 2026

BDA Theorieplan Februar 2026

Viele Grüße

Berny

Schnieder rudert zurück

Abwarten lohnt sich nicht…


Schnieder dämpft Hoffnung auf sinkende Führerscheinkosten“

Der Führerschein soll billiger werden. Bereits im Oktober legt Verkehrsminister Schnieder dafür einen groben Plan vor. Jetzt sagt er deutlich, dass dieser nicht so schnell umgesetzt werden kann, wie manch einer womöglich hofft.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat angehende Fahrschüler davor gewarnt, in der Hoffnung auf sinkende Preise den Führerscheinerwerb auf die lange Bank zu schieben. „Wir geben den Fahrschulen Optionen und Freiheiten – wie sich das konkret auf die Preise auswirkt, wird der Markt regeln. Ein Abwarten lohnt sich daher nicht“, sagte Schnieder den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Wer jetzt startet, vermeidet lange Wartezeiten und gewinnt frühzeitig Mobilität und Unabhängigkeit.“

BON-Media: Wenn Simulatoren eingesetzt werden, müssen diese teuer erworben werden. Fachpersonal wird benötigt für Einweisungen und Überwachung… Wo sollten also Kosten gsenkt werden?

Der CDU-Politiker hatte jüngst Eckpunkte für einen bezahlbareren Führerschein vorgelegt, gibt aber zu bedenken: „Wenn in Abstimmung mit den Bundesländern alles rund läuft, kann das Gesetz Anfang 2027 in Kraft treten. Dann wird es aber nicht unmittelbar billiger.“ Zugleich bekräftigte Schnieder, dass er Führerscheinkosten von durchschnittlich 3500 Euro für zu hoch halte: „Im ländlichen Raum ist der Führerschein unerlässlich. Und es kann nicht sein, dass man bei zwei Kindern fast im fünfstelligen Bereich landet. Das geht an den Bedürfnissen der Menschen vorbei.“

BON-Media: Legt man die durchschnittlichen Führerscheinkosten auf eine Nutzungsdauer von ca. 60 Jahren um, erhält man jährliche Kosten von ca. 59,–€.  Darüber hinaus kann man für die Führerscheine der Kinder auch Gelder ansparen. Weniger unsinnige teure Geschenke, mehr Geld auf einem Tagesgeldkonto… ergibt dann das Polster für den Führerschein.

Die geplante Experimentierklausel, bei der nahe Angehörige Probefahrten mit Fahrschülern absolvieren sollen, verteidigte Schnieder gegen die Kritik der Fahrschulen: „In Österreich funktioniert es. Aber wir packen es bewusst mit spitzen Fingern an.“

BON-Media: Woran wird in Österreich gemessen das es funktioniert? Spricht man mit Fahrlehrern finden sie es bedenklich das Verkehrsteilnehmer, die jeden Tag sichtbar und bewusst gegen Verkehrsrichtlinien verstoßen, junge Fahranfänger als Laien einlernen sollen.

Weniger Fahrstunden und Fragen

Schnieder: So wird der Führerschein günstiger

Mitte Oktober hatte Schnieder Eckpunkte zur Novelle des Führerscheins vorgelegt. Die Reform zielt auf Vereinfachungen und mehr digitale Lösungen ab. So soll etwa der Katalog von 1169 Fragen für die theoretische Prüfung um ein Drittel reduziert werden. Die Pflicht zu Präsenzunterricht in Fahrschulen soll entfallen und Wissen auch nur über digitale Wege wie Apps vermittelt werden können.

BON-Media: Corona hat es gezeigt… eine reine online Theorieusbildung führte zu deutlich weniger Wissen zu Beginn der praktischen Ausbildung. Ebenso haben sich seit jener Zeit die Prüfungsergebnisse deutlich verschlechtert.  Präsenz Unterricht gemischt mit Online Einheiten sind da eher sinnvoll. Das der Fragenkatalog verschlankt und die Fragestellung vereinfacht wird ist allerdings tatsächlich notwendig.

In der praktischen Ausbildung sollen öfter Fahrsimulatoren eingesetzt werden können, statt direkt auf der Straße zu fahren. Vorgesehen sind auch weniger verpflichtende Sonderfahrten wie nachts oder auf Autobahnen. In der praktischen Prüfung soll die Fahrzeit auf 25 Minuten verkürzt werden. Üblich ist für Pkw-Führerscheine derzeit eine Prüfungsdauer von 55 Minuten.

BON-Media: Geht Sicherheit im Straßenverkehr an den Bedürfnissen der Menschen vorbei? Es gibt Gründe warum junge Menschen heute mehr Fahrstunden benötigen. Das heutige Verkehrsaufkommen, komplexe Starßenführungen mit mehreren Fahrstreifen in viele Richtungen… Gerade die Sonderfahrten sind sehr wichtig für einen schnellen und sicheren Fortschritt in der Praxisausbildung. Vor allem Nachts sieht die Welt hinter dem Steuer deutlich anders aus. Das will man kürzen?? Darüber hinaus wird in der praktischen Prüfung, unter Anleitung eines Tablets, von den Prüfern strenger in Einzelpunkten gewertet. Sind Wiederholungsprüfungen notwendig wird es natürlich deutlich teurer. Dies liegt jedoch nicht an einer schlechten Ausbildung in der Faahrschule. Viel mehr Fahrschüler unterliegen heutzutage einer deutlich höheren Prüfungsangst.

Laut Bundesverkehrsministerium werden für einen Pkw-Führerschein der Klasse B derzeit im Schnitt rund 3400 Euro fällig. Union und SPD hatten die Reform im Koalitionsvertrag vereinbart. Die Verkehrsminister der Länder betonten unisono, dass sie die Pläne Schnieders unterstützten.

BON-Media: Legt man die Zahlen des Bundesverkehrsministerium für einen  durchschnittlichen Führerschein zugrunde legt sind es pro Jahr, bei einer Nutzungsdauer des Führerscheins von 60 Jahren, 56,66 € für ein flexibles und mobiles Leben. Pro Monat gerade mal 4,72 €… weniger als heutzutage für einen Capuccino bezahlt werden muss. Mit dem Führerschein ist es jedoch wie mit Weihnachten: Jedes Jahr für viele ganz überraschend am 24.12. plötzlich da.
Ein Fahrzeug sicher zu führen heißt vorausschauend und vorrausdenkend hinter dem Steuer zu sitzen. In kleinen Häppchen das Geld für den Führerschein der heranwachsenden Kinder zu parken entspricht dieser herangehensweise.

Quelle: ntv.de, mpa/dpa
Überarbeitet für BON-Media: B.Eckert

Verheerende Folgen von Schnieders gefährlichem Reformplan

Fahrschulen vor historischem Kollaps

Führerschein-Anmeldungen stürzen um 20 Prozent ein

 

Führerschein-Anmeldungen brechen im November um über 20 Prozent ein. Das ist die Folge des unausgereiften Plans des Verkehrsministeriums: Schon jetzt gefährdet er die Branche, verursacht erhebliche Umsatzeinbrüche und führt zu einem völlig sinnlosen Ausbildungsstau. Gleichzeitig wird der Plan keinesfalls, wie angekündigt, zu einem günstigeren Führerschein führen, sondern die Kosten eher in die Höhe treiben, warnen Branchenexperten.

Berny: „Nun zeigt sich genau, was seit Monaten in der Branche diskutiert wird. Zum Fahrlehrerkongress am 14/15.11.2025 erschien Schnieder für genau 15 Minuten. Keine Fragen vorher, kurze nichtssagende Rede, keine Fragen danach… weg war er. Hier wird ganz klar die Rechnung ohne den Wirt gemacht. B. Eckert Fahrschulleiter, Sicherheitsinstructor Zweirad: Simulatorausbildung inkl. Kompetenzprüfung (wo ist die Realität), Laienausbildung von Verkehrsteilnehmern die selber zum Großteil bewusst gegen Verkehrsregeln verstoßen und behindern und gefährden… wo bleibt die Qualität um die Sicherheit der Fahranfänger zu gewährleisten? Wollen Eltern tatsächlich jedesmal zittern wenn ihre jungen Fahrer:innen auf der Straße unterwegs sind. Da bin ich froh das meine Kinder schon lange und sicher am Verkehr teilnehmen. Wo genau soll der Führerschein billiger werden? Simulatoren haben Anschaffungskosten, Fachpersonal für die Einweisungen wird benötigt und erzeugen ebenfalls Kosten. Dieser Artikel der Moving e.V. zeigt genau auf wo die Probleme verankert sein werden. Daher kann ich meinerseits ebenfalls nur betonen… die Pläne von Verkehrsminister Schnieder sind gefährlich. Und betrachten wir die Kosten für den Führerschein doch mal von einer anderen Seite. Bei durchschnittlichen Kosten von 3’228 € und einer Nutzungsdauer von 60 Jahren sind das pro Jahr 53,80 €. Ein lächerlicher Betrag für eine Qualitativ hochwertige Ausbildung um die Sicherheit in unserem Straßenverkehr zu gewährleisten. Für jede Menge Blödsinn gibt unsere Regierung Unsummen aus. Da wäre doch eine Unterstützung der Eltern bei den Führerscheinkosten viel angebrachter“

Die jüngsten Zahlen aus Fahrschulen in ganz Deutschland zeigen laut einer Erhebung der MOVING International Road Safety Association e.V. eine alarmierende Entwicklung: Im November 2025 lagen die Anmeldungen über alle Führerscheinklassen hinweg (A, B, C und D) im Durchschnitt um 20 Prozent niedriger als im November 2024. Regionale Unterschiede fallen dabei deutlich ins Gewicht: In städtischen Gebieten wie Hamburg waren die Rückgänge sogar deutlich stärker. Dieser drastische Einbruch ist die erste spürbare Folge des Plans des Bundesverkehrsministeriums, den theoretischen Präsenzunterricht vollständig abzuschaffen und durch digitalen Distanzunterricht sowie Lern-Apps zu ersetzen.

Die Ankündigung von Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), der Führerschein könne dadurch günstiger werden, hat schon jetzt eine massive Verunsicherung ausgelöst. Fahrschulen berichten von erheblichen Umsatzeinbußen, viele Betriebe stehen vor existenziellen Problemen, und gleichzeitig entsteht ein völlig unnötiger Ausbildungsstau, weil zahlreiche Interessenten ihre Anmeldung aufschieben. „Dabei ist nach wie vor völlig unklar, welches Einsparpotenzial der Minister tatsächlich erwartet oder welcher Preisrahmen für einen Führerschein künftig als realistisch gelten soll. Was jetzt dringend erforderlich ist, ist Planungssicherheit für die Fahrschulen und Transparenz für die Fahrschüler“, fordert Jörg-Michael Satz, Präsident der MOVING International Road Safety Association e.V.. „Das Ministerium sollte sich in der Sache klar positionieren und einen Zeitraum nennen, ab wann der Führerschein ‚billiger‘ wird.“

Dabei bezweifeln Experten aus Fahrschulen, Fahrlehrerverbänden und der Aus- und Weiterbildung stark, dass der Führerschein durch die Digitalreform günstiger wird. Denn reiner Online-Unterricht verankere sicherheitsrelevante Inhalte nachweislich schlechter, insbesondere bei jungen Menschen. Was in der Theorie nicht gelernt wird, müsse später mühsam und teuer in zusätzlichen Fahrstunden nachgeholt werden – das wird die Kosten für den Führerschein eher unkontrolliert in die Höhe treiben als sie zu senken.

Regionale Unterschiede – aber überall dieselbe Tendenz

Jörg-Michael Satz bestätigt, dass die Fahrschulen bundesweit einen Rückgang von durchschnittlich 20 Prozent melden. „Vor allem in den Städten ist der Einbruch deutlich. Hamburg und Frankfurt berichten sogar von Rückgängen bis zu 50 Prozent“.

Michael Witt vom Fahrlehrerverband Hamburg äußert sich dazu ebenfalls besorgt: „Wir vermerken hier in Hamburg bereits deutliche Anmeldungsrückgänge seit der Bekanntgabe des Schnieder Reformplans. Das führt dazu, dass die Fahrschulen aktuell ihre Ressourcen nicht effizient planen können. Wir brauchen dringend eine klare Perspektive von Seiten der Politik, sonst wird 2026 ein wirtschaftliches Desaster.“

Langfristige Schäden für Verkehrssicherheit und Ausbildungsqualität

Der Einbruch betrifft nicht nur Fahrschüler, sondern auch die Fahrlehrerausbildung. Viele Berufsanwärter fragen sich, ob es angesichts der politischen Unsicherheit überhaupt noch sinnvoll ist, Fahrlehrer zu werden. Wenn weniger Nachwuchs ausgebildet wird, verstärkt dies den Fachkräftemangel und führt langfristig zu Engpässen in Prüfungen und Fahrstunden.

Sascha Fiek, Geschäftsführer des VPZ – verkehrspädagogisches Zentrum Freiburg GmbH und selbst Fahrlehrer äußert sich besorgt: „Ein solcher Ausbildungsstau belastet nicht nur Fahrschüler, sondern gefährdet auch die Verkehrssicherheit, da qualitativ hochwertige Theorie- und Praxisausbildung Zeit, Struktur und qualifiziertes Personal erfordert.“

Hinzu kommen indirekte Auswirkungen auf systemrelevante Führerscheinklassen wie C und D – und damit auf Logistik, Lieferverkehr und den öffentlichen Personennahverkehr.

Appell der Branche: Digitalisierung ja, aber nicht auf Kosten der Sicherheit

Die Fahrschulbranche unterstützt Digitalisierung ausdrücklich – allerdings als Ergänzung und nicht als Ersatz für eine fundierte theoretische Ausbildung. „Wir brauchen eine moderne, pädagogisch durchdachte Weiterentwicklung der Fahrausbildung“, so Jörg-Michael Satz. „Was wir nicht brauchen, sind kurzsichtige Ankündigungen, die enorme Schäden verursachen, Ausbildungsprozesse blockieren und am Ende weder Kosten senken noch die Sicherheit erhöhen.“

Über MOVING e.V.

MOVING ist eine Interessenvertretung von europäischen Verkehrsverlagen und Unternehmen, die im Bereich der Fahrerausbildung tätig sind. Seit 2012 will MOVING für und mit seinen Mitgliedern einen weiteren Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Förderung der Aufklärung und Unfallverhütung in den Bereichen Verkehrssicherheit, Verkehrserziehung und Verkehrssicherheitsausbildung sowie die damit verbundene Berufskraftfahrerausbildung und Führerscheinprüfung in Europa und weltweit. MOVING ist Mitglied der CIECA/Internationalen Kommission für Fahrprüfungen (Brüssel), des ETSC/Europäischen Verkehrssicherheitsrates (Brüssel) und der EU-Charta für Straßenverkehrssicherheit.

 

Harley-Davidson Glühwein Party 2025

Du hast am 29.11 Date bei Harley-Davidson Stuttgart in Korntal…

Wie, Du weißt noch nichts davon??? Jetzt aber schon, keine Ausrede mehr !!! 

Glühwein Party bei Harley-Davidson Stuttgart in Korntal. Auch 2025 findet wieder die Traditionsreiche Glühwein Party statt. Nach der 40 Jahre Hearley-Davidson Stuttgart Party im Sommer ein weiteres Jahreshighlight zum Saisonende.

2025er Harley-Davidson Glühweinparty

 

 

 

 

 

 

Aufbau Seminar für Fahranfänger

Aufbau Seminar für auffällig gewordene Fahranfänger

Ziel der Aufbauseminare (ASF) ist es, Dich als verkehrsauffällig gewordene Fahranfänger:in zu motivieren, sich künftig verantwortungsvoll zu verhalten. Durch Deine Teilnahme am ASF soll ein sicheres und rücksichtsvolles Fahrverhalten erreicht werden. Problematische Einstellungen zum Verhalten im Straßenverkehr sollen verändert, das Risikobewusstsein gefördert und die Gefahrenerkennung verbessert werden.

  • Ein ASF-Seminar wird von der zuständigen Behörde angeordnet und die Teilnahme ist nicht freiwillig.
  • Ohne Teilnahme kann der Führerschein entzogen werden. 

Wann musst Du ein Aufbauseminar besuchen?

Ein ASF muss besucht werden, wenn das Kraftfahrt-Bundesamt für Fahrende in der Probezeit ein A-Delikt oder das zweite B-Delikt registriert hat. Es informiert die zuständige Fahrerlaubnisbehörde. Diese fordert Dich als auffällig gewordenen Fahranfänger:in dann auf, an einem Aufbauseminar teilzunehmen. Die Teilnahmebescheinigung darüber ist innerhalb einer bestimmten Frist, in der Regel acht Wochen, vorzulegen.

ASF in Berny’s Drive Academy?

Die große Mehrheit der auffällig gewordenen Fahranfänger:innen, nämlich alle, deren Verstoß nicht im Zusammenhang mit dem Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand, muss an einem ASF in einer Fahrschule teilnehmen. Da wir die sogenannte Seminarerlaubnis besitzen kannst Du an einem der in Berny’s Drive Academy  stattfindenden  ASF-Seminare teilnehmen. 

Besondere ASF-Seminare!

Bist Du allerdings in der Probezeit unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen gefahren und bist auffällig geworden, genügt ein normales ASF-Seminar nicht. Du musst dann  an einem besonderen ASF teilnehmen. Diese Seminare werden durch dafür ausgebildete und zugelassene Verkehrspsychologinnen und Verkehrspsychologen durchgeführt. Sie bestehen aus einem Vorgespräch und drei Sitzungen je 180 Minuten.

Inhalt eines ASF-Seminars

Vier Gruppensitzungen:

Insgesamt vier Sitzungen mit je 135 Minuten Dauer, zuzüglich Pausen. 

Eine Fahrprobe:

Eine 30-minütige Beobachtungsfahrt findet zwischen der ersten und zweiten Sitzung statt. 

    • Inhalt: Themen wie Ursachen für
      • Unfälle
      • Risikobewusstsein
      • Gefahrenerkennung
      • emotionsbedingtes Fahren
      • die Analyse des eigenen Fahrstils werden besprochen. 

Weitere wichtige Informationen

Dauer:

Das Seminar muss in der Regel auf einen Zeitraum von 2 bis maximal 4 Wochen verteilt werden. 

Teilnahmebescheinigung:

Am Ende erhalten die Teilnehmer eine Teilnahmebescheinigung, die sie bei der Behörde einreichen müssen. 

Ein Punkteabbau findet durch die Teilnahme nicht statt.

Kosten:

Die Kosten bei Berny’s Drive Academy liegen bei 450 Euro. 

Anmeldung:

Kontaktdaten zu Berny’s Drive Academy

 

Jubiläum: 4 Jahrzehnte Harley-Davidson Stuttgart

40 Jahre Harley-Davidson Stuttgart

Am 10.Mai 2025 ist es soweit

 

40 years HD-Stuttgart

4 Jahrzehnte – das feiert das Korntaler Team mit großer Dankbarkeit.

Dazu benötigen sie natürlich vor allem Dich… deswegen bist Du eingeladen zur  Jubiläumsparty am Samstag, den 10. Mai.

 

Ab 9 Uhr erlebst Du:

  • Bikes, Rides, Fashion – erlebe alles, was Harley-Davidson® zu bieten hat
  • Das limitierte Merch – sei gespannt auf die exklusive Jubiläumskollektion
  • Food & Drinks – genieß die Köstlichkeiten vom Taekwondoverein Korntal
  • Einen Wein-, Gin- und Creps-Stand – lass es Dir gut gehen
  • Live-Band & DJ-Musik – da lässt sich groß feiern
    Berny beim ausgiebigen Test der Pan America Special rund um den Gardasee…

Das Team von Harley-Davidson® Stuttgart freut sich wenn Du dabei bist. Also: Save the Date… da gibt es keine anderen Termine die wichtiger sind ;o))) Berny

Für alle die nicht wissen wo sie hin müssen:

Zuffenhauser Strasse 93

70825 Korntal

Du hast Fragen zum Termin:

0711 / 838 61 76

info@harley-davidson-stuttgart.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Änderungen Führerschein Fragenkatalog

Am 1. April 2025 tritt der aktualisierte Fragenkatalog in Kraft. Neuer Fragentyp: Abbildungsfragen ermöglichen präzisere Wissensüberprüfung. Alle 1.197 Fragen sind öffentlich. Der TÜV-Verband erklärt die Änderungen und gibt Tipps für eine erfolgreiche Prüfung.

Neuer Fragenkatalog ab  April 2025

Am 1. April 2025 wird der neue Fragenkatalog für die theoretische Fahrerlaubnisprüfung (TFEP) der TÜV | DEKRA arge tp 21 veröffentlicht. „Der Fragenkatalog wird regelmäßig überarbeitet, um den aktuellen Anforderungen und Entwicklungen im Straßenverkehr gerecht zu werden“, sagt Fani Zaneta, Referentin für Fahrerlaubnis, Fahreignung und Verkehrssicherheit beim TÜV-Verband. Dabei werden neue Fragen formuliert, bestehende angepasst und veraltete Fragen gestrichen. „Die Prüfung muss die Realität auf unseren Straßen widerspiegeln“, sagt Zaneta. „Neue Mobilitätsformen wie E-Scooter, Lastenräder oder Pedelecs sowie gesetzliche Änderungen wie die Anpassung des THC-Grenzwerts fließen in den Fragenkatalog ein.“

Die Aktualisierungen jeweils am 1. April und 1. Oktober stellen sicher, dass Fahranfänger:innen nicht nur die Verkehrsregeln kennen, sondern auch auf die realen Herausforderungen und Gefahren bei der motorisierten Teilnahme am Straßenverkehr vorbereitet sind. „Die Fahrprüfungen sind eine hoheitliche Aufgabe, die ein hohes Verkehrssicherheitsniveau gewährleistet“, sagt Zaneta. Und das mit Erfolg: Laut Unfallzahlen des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Verkehrstoten in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen von 2005 bis 2023 um 75 Prozent gesunken – von 1.072 auf 272.

Neuer Fragentyp: Abbildungsaufgaben

Die jüngste Überarbeitung umfasst mehrere Führerscheinklassen und alle Wissensbereiche – vom Grundstoff bis zu spezialisierten Themen. Hervorzuheben ist die Einführung eines neuen Fragentyps: Abbildungsaufgaben, bei denen mehrere Antworten ausgewählt werden können. „Jede neue Frage durchläuft einen gründlichen Prüfprozess“, erläutert Zaneta. „Dabei kommen psychometrische Prinzipien zum Einsatz. Diese gewährleisten eine objektive Bewertung des erworbenen Wissens in der Prüfung. Im Ergebnis lässt sich dann ablesen, wer über die notwendigen Kenntnisse für eine sichere Teilnahme mit einem Pkw am Straßenverkehr verfügt, und wer noch nicht ausreichend vorbereitet sind.“

Prüfungsstruktur und Anforderungen: Was Fahrschüler erwartet

Die theoretische Fahrerlaubnisprüfung gliedert sich in einen Grundstoffteil sowie spezifische Fragen zur jeweiligen Fahrzeugklasse. Der Fragenkatalog für die Klasse B umfasst insgesamt 1.197 Fragen. Die Prüfung kann auf Deutsch und in zwölf weiteren Fremdsprachen abgelegt werden. Bei der Prüfung müssen Fahrschüler:innen insgesamt 30 Fragen beantworten: 20 aus dem Grundstoff und 10 aus dem klassenspezifischen Bereich. Bei falschen Antworten werden je nach Frage zwischen zwei und fünf Fehlerpunkte vergeben. Um die Prüfung zu bestehen, dürfen maximal zehn Fehlerpunkte erzielt werden. Aber: Wer zwei Fragen mit jeweils fünf Fehlerpunkten falsch beantwortet, fällt ebenfalls durch die Prüfung. Fünf-Punkte-Fragen behandeln besonders wichtige Themen, zum Beispiel Vorfahrtsregeln. Für angehende Berufsfahrende, also die Klassen C für Lkw und D für Busse, gelten höhere Anforderungen als für Pkw-Fahrende. Sie müssen 37 bzw. 40 Fragen beantworten und dürfen ebenfalls maximal zehn Fehlerpunkte erreichen.

Internationaler Vergleich: Mehr Fragen, aber transparente Vorbereitung

Im internationalen Vergleich ist der deutsche Fragenkatalog umfangreicher – in Frankreich beispielsweise umfasst der Katalog nur etwa 1.040 Fragen. „Regelmäßige Updates sorgen dafür, dass die Prüfung stets aktuell bleibt und nicht auf veraltetem Wissen basiert“, betont Zaneta. „Obwohl der Fragenkatalog in Deutschland mit 1.197 Fragen auf den ersten Blick sehr umfangreich erscheint, hat das deutsche System einen entscheidenden Vorteil: Alle Prüfungsfragen sind öffentlich zugänglich und werden exakt so im theoretischen Unterricht gelehrt.“ Das sei in anderen Ländern der EU nicht immer der Fall. Dort bleiben die in der Theorieprüfung eingesetzten Aufgaben geheim. Zaneta: „Die Veröffentlichung der Fragen und Antworten ermöglicht den Fahrschüler:innen eine gezielte Vorbereitung.“

Fit für den Straßenverkehr: Jüngere Prüflinge schneiden besser ab

Im Jahr 2024 wurden etwa 1,6 Millionen theoretische Fahrerlaubnisprüfungen in der Klasse B durchgeführt. Bemerkenswert ist, dass junge Fahrschüler:innen deutlich erfolgreicher abschneiden als ältere: Unter 18-Jährige haben in der theoretischen Prüfung eine Nichtbestehensquote von 36 Prozent – das sind 9 Prozentpunkte weniger als der Durchschnitt in der Klasse B. In der praktischen Prüfung liegt die Durchfallquote der unter 18-Jährigen bei nur 24 Prozent: 13 Prozentpunkte unter dem Klasse-B-Durchschnitt. Eine Erklärung könnte sein, dass jüngere Menschen durch Schule und Ausbildung an Prüfungen gewöhnt sind und effizienter lernen. „Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg bei der Fahrprüfung“, betont Zaneta. „Wer die Prüfungsfragen regelmäßig übt und den Straßenverkehr aufmerksam beobachtet, geht mit mehr Sicherheit in die Prüfung und ist bestens vorbereitet.“

Tipps für eine erfolgreiche Theorieprüfung

  • Frühzeitig starten: Kontinuierliches Lernen hilft, das Wissen nachhaltig zu verankern.
  • Mit aktuellen Prüfungsfragen üben: Alle Fragen sind öffentlich zugänglich – eine gute Vorbereitung erhöht die Erfolgschancen.
  • Verständnis vor Auswendiglernen: Die Prüfung fragt nicht nur Fakten, sondern auch Zusammenhänge ab.
  • Elektronische Lernstandskontrollen: Lernstandsbeurteilungen der Fahrschule helfen, Wissenslücken zu erkennen und gezielt aufzuarbeiten.
  • Ruhe bewahren: Ruhe und Konzentration unterstützen den Prüfungserfolg – Prüfer:innen wollen niemanden durchfallen lassen, sondern sehen, dass die Verkehrsregeln sitzen.

Jetzt den eigenen Wissensstand im Führerscheinquiz testen: www.tuev-verband.de/mobilitaet/mensch/fuehrerscheinerwerb/das-grosse-fuehrerscheinquiz

Methodik-Hinweis: Den Datenreport zu den Fahrerlaubnisprüfungen 2024 erhebt die TÜV | DEKRA arge tp 21 GmbH zum Stichtag 31.01.2025. Die vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) veröffentlichten Daten zum Fahrerlaubniswesen können im aktuellen Jahr wegen Nachmeldungen leicht abweichen.

Über den TÜV-Verband: Als TÜV-Verband e.V. vertreten wir die politischen Interessen der TÜV-Prüforganisationen und fördern den fachlichen Austausch unserer Mitglieder. Wir setzen uns für die technische und digitale Sicherheit sowie die Nachhaltigkeit von Fahrzeugen, Produkten, Anlagen und Dienstleistungen ein. Grundlage dafür sind allgemeingültige Standards, unabhängige Prüfungen und qualifizierte Weiterbildung. Unser Ziel ist es, das hohe Niveau der technischen Sicherheit zu wahren, Vertrauen in die digitale Welt zu schaffen und unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Dafür sind wir im regelmäßigen Austausch mit Politik, Behörden, Medien, Unternehmen und Verbraucher:innen.

Neue Führerschein Richtlinien

Die EU hat sich auf eine neue Führerscheinrichtlinie geeinigt – mit wichtigen Impulsen, aber auch kritischen Lücken. Der TÜV-Verband begrüßt Probezeit und Schulungen zu Assistenzsystemen, warnt jedoch vor dem Fehlen einer Null-Promille-Grenze, ausbleibenden Rückmeldefahrten ab 75 und dem geplanten Fahren ab 15 Jahren mit Pkw.

Die vorläufige Einigung zwischen EU-Rat und EU-Parlament auf die vierte Führerscheinrichtlinie kommentiert Fani Zaneta vom TÜV-Verband wie folgt:

„Die Einigung auf die neue EU-Führerscheinrichtlinie bringt Licht und Schatten – Fortschritte für die Verkehrssicherheit stehen neben verpassten Chancen. Ein starkes Signal ist die EU-weite Einführung einer zweijährigen Probezeit für alle neuen Fahrerinnen und Fahrer. Wer neu am Steuer sitzt, braucht klare Regeln und Orientierung – das schützt Leben. Auch die verpflichtende Schulung zu Fahrerassistenzsystemen ist ein Schritt nach vorn: Technik, die schützt, muss verstanden und beherrscht werden.“

Stimme aus der Redaktion:
Generell wäre deulich mehr Luft für positivere neue Richtlinien gewesen. Vor allem hätte ich mir persönlich eine generelle 0,0 Promille Regelung gewünscht, in jeder Hinsicht und für alle Verkehrsteilnehmer. Die Rückmeldefahrten ab 75 Jahren wären ebenfalls wünschenswert, dies zeigen meine Fahr-Fitness-Checks. Berny

Führerscheinrichtlinie braucht mehr Mut zur Sicherheit

„Die neue Richtlinie bringt zwar wichtige Impulse – doch an entscheidenden Stellen fehlt der Mut zur Konsequenz. Wenig nachvollziehbar ist, dass die ursprünglich geplante Null-Promille-Grenze für Fahranfänger gestrichen wurde. Gerade in einer Zeit, in der Ablenkung und Alkohol am Steuer zu den Hauptursachen schwerer Unfälle zählen, wäre eine europaweit einheitliche Regel ein klares und konsequentes Signal gewesen.“

Seniorenmobilität stärken: TÜV fordert Rückmeldefahrten ab 75

„Die Entscheidung gegen verpflichtende Gesundheitschecks für ältere Verkehrsteilnehmende ist aus unserer Sicht nachvollziehbar – sie bringen nachweislich keinen relevanten Sicherheitsgewinn. Stattdessen braucht es wirksame und zugleich praxistaugliche Maßnahmen, um die sichere Mobilität älterer Menschen so lange wie möglich zu erhalten. Rückmeldefahrten ab 75 Jahren bieten hier einen konstruktiven Ansatz: Sie ermöglichen eine realistische Selbsteinschätzung, stärken das Sicherheitsbewusstsein und helfen, altersbedingte Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Mobilität im Alter ist mehr als reine Fortbewegung – sie steht für Selbstbestimmung, Teilhabe und Lebensqualität. Der TÜV-Verband spricht sich daher klar für die Einführung regelmäßiger Rückmeldefahrten aus.“

Pkw mit 15: Verkehrssicherheitsrisiko durch neue Führerscheinregelung

„Ein weiteres Sicherheitsrisiko droht durch die geplante Regelung, bereits 15-Jährigen das Fahren mit bis zu 2,5 Tonnen schweren Pkw bei Tempo 45 zu erlauben. Wer Kinder in tonnenschweren Fahrzeugen unterwegs sehen will, ignoriert die Realität auf unseren Straßen. Die Risiken für ungeschützte Verkehrsteilnehmende, wie Fußgängerinnen und Radfahrer sind offensichtlich. Hier braucht es mehr Verantwortung und weniger Risiko-Romantik. Die Bundesregierung ist gefordert, bei der nationalen Umsetzung klare Kante für die Sicherheit zu zeigen.“

Über den TÜV-Verband: Als TÜV-Verband e.V. vertreten wir die politischen Interessen der TÜV-Prüforganisationen und fördern den fachlichen Austausch unserer Mitglieder. Wir setzen uns für die technische und digitale Sicherheit sowie die Nachhaltigkeit von Fahrzeugen, Produkten, Anlagen und Dienstleistungen ein. Grundlage dafür sind allgemeingültige Standards, unabhängige Prüfungen und qualifizierte Weiterbildung. Unser Ziel ist es, das hohe Niveau der technischen Sicherheit zu wahren, Vertrauen in die digitale Welt zu schaffen und unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Dafür sind wir im regelmäßigen Austausch mit Politik, Behörden, Medien, Unternehmen und Verbraucher:innen.

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